Blick auf die Überreste völlig heruntergebrannter Holzbaracken des Buchenwalder Außenlagers Leipzig-Thekla nach einem Massaker der SS

KZ-Außenlager Leipzig-Thekla

KZ-Außenlager Leipzig-Thekla Das KZ-Außenlager Leipzig-Thekla in Leipzig war ein von Anfang März 1943 bis April 1945 bestehendes Außenlager des KZ Buchenwald für über 1450 männliche KZ-Häftlinge (März 1945). Die Häftlinge mussten Zwangsarbeit bei der Erla Maschinenwerk GmbH leisten. Aufbau und Funktion des Lagers und Häftlinge Das Außenlager Leipzig-Thekla wurde im März 1943 als Außenlager des KZ Buchenwald aufgebaut und umfasste zuletzt drei Standorte. Das Lager Theklaer Straße/Sandgrube in Thekla war das einzige der drei Lager, das nicht direkt auf einem der Werksgelände der Erla Maschinenwerk GmbH untergebracht war. Das Lager […]

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Der Kuhturm in Leipzig-Lindenau, auch Vordere Wirtschaft des Palmengartens, 1902

Der ehemalige Kuhturm in Leipzig

Der ehemalige Kuhturm in Leipzig Der Kuhturm war ein Überbleibsel der ehemaligen Kuhburg im Leipziger Stadtteil Alt-Lindenau, einem Besitz der Herren von Koburg. Nach der Burg wurde das Kuhburger Wasser benannt. Der Turm stand bis 1938 an der Frankfurter Chaussee (heute Jahnallee) im Norden der vormaligen Rathswiese, auf der 1899 der Palmengarten eröffnet wurde. Der Turm wurde als Brandwache sowie als Aussichtspunkt genutzt, hauptsächlich von Hirten, die ihr Vieh auf der nördlichen Viehweide beobachteten. Seit 1528 beherbergte er die Ratsförsterei und später ein Gasthaus („Vorderes Restaurant Palmengarten“). 1939 wurden der […]

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Der Kuchengarten in Leipzig zum Beginn des 19. Jahrhunderts

Kuchengarten

Kuchengarten Kuchengarten war der Name zweier Gaststätten in östlichen Vororten von Leipzig. Nach der Eröffnung der zweiten wurde die erste der beiden Gaststätten Großer Kuchengarten und die zweite Kleiner Kuchengarten genannt. Der Große Kuchengarten, in dem auch der junge Goethe zu Gast war, war über ein Jahrhundert lang ein berühmter Kaffeegarten und außerdem eine bekannte Gartenanlage, die aus einem Nutzgarten hervorgegangen war. Großer Kuchengarten Die zunächst nur Kuchengarten heißende Gaststätte befand sich in Reudnitz, einem Dorf etwa 1,5 Kilometer östlich von Leipzig. Das Gebiet östlich Leipzigs hieß auch die Kohlgärten, […]

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Das Südende der Altstadt von Leipzig um 1850 mit Kornhaus (rechts) neben Alter Peterskirche, Peterstor und Pleißenburg

Das ehemalige Kornhaus in Leipzig

Das ehemalige Kornhaus in Leipzig Das Kornhaus, im 19. Jahrhundert auch Magazin genannt, war für Leipzig das zentrale kommunale Lagerhaus für Getreide und andere Güter. Lage und Gestalt Das Kornhaus befand sich an der südlichen Grenze der Leipziger Altstadt am Ende des Neumarkts (bis 1839 Neuer Neumarkt). Es stand zu Beginn direkt an der inneren der doppelten Stadtmauer. Unmittelbarer westlicher Nachbar war die Alte Peterskirche. Am östlichen Ende des Kornhauses stand in der Stadtmauer bis zu deren Abriss der Hohe Turm, auch Lands-Krone genannt. Nördlich des Kornhauses verlief die 1839 so benannte Magazingasse (früher Stadtpfeifer-, Häscher- (Polizisten) oder auch Wehmütter- (Hebammen) Gäßchen, da […]

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Königin-Carola-Gymnasium in Leipzig, Elisenstraße 62, im Hintergrund das Amtsgericht

Das ehemalige Königin-Carola-Gymnasium

Das ehemalige Königin-Carola-Gymnasium in Leipzig Das Königin-Carola-Gymnasium war ein staatliches humanistisches Gymnasium für Jungen in der Südvorstadt von Leipzig. Das Königin-Carola-Gymnasium wurde nach Plänen von Stadtbaurat Otto Wilhelm Scharenberg in der Elisenstraße 62 (heute Bernhard-Göring-Straße) errichtet und am 16. Oktober 1902 eingeweiht. Mit der Namensgebung wurde die sächsische Königin geehrt, die ihr Amt durch den Tod ihres Gatten im gleichen Jahr verloren hatte. Das Gebäude befand sich zwischen Arndt- und Schenkendorfstraße gegenüber dem Albrecht-Dürer-Platz. Es war ein dreistöckiges, 21-achsiges Gebäude mit einem 5-achsigen Mittelrisaliten. Die Seitenflügel besaßen nochmals acht Achsen. Im Hof befand sich die Turnhalle. Zur Zeit der Eröffnung war es neben dem König-Albert-Gymnasium eines der […]

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Das König-Albert-Gymnasium in der Parthenstraße in Leipzig im Jahr 1912

Das ehemalige König-Albert-Gymnasium

Das ehemalige König-Albert-Gymnasium Das König-Albert-Gymnasium war ein staatliches humanistisches Gymnasium für Jungen nördlich der Leipziger Innenstadt. Geschichte Auf eine bis 1872 zurückgehende Initiative des Rates der Stadt errichtete das Königreich Sachsen ein Gymnasium, das das dritte in der Stadt war. Die Eröffnung fand 1880 statt. Die Einrichtung trug zunächst den Namen Königliches Gymnasium. Das Gebäude befand sich in der Parthenstraße 1, Ecke Pfaffendorfer Straße, also direkt gegenüber dem Eingang zum Zoologischen Garten. Es war ein dreistöckiger Bau mit einem deutlich hervortretenden Mittelteil, der gegenüber den Nachbarteilen erhöht war und im […]

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Kochs Hof in Leipzig (Marktseite) auf einer kolorierten Ansichtskarte

Kochs Hof in Leipzig

Kochs Hof in Leipzig Lage und Baubeschreibung Kochs Hof erstreckte sich von der nordöstlichen Seite des Marktes (später Markt 3) über zwei Innenhöfe bis zur Reichsstraße (später Reichsstraße 15). Die Bauten zum Markt und zur Reichsstraße waren jeweils vierstöckig mit einem flachen Mittelrisalit und zwei beziehungsweise drei Etagen Dachgauben. Das Gebäude zum Markt wies sieben Fensterachsen auf, das zur Reichsstraße neun. Fassadenschmuck und Ausstattung der Anlage, auch nach den Höfen, waren prächtig. Die durch einen Mittelbau getrennten Innenhöfe waren seitlich bebaut. Im Erdgeschoss dienten 25 Gewölbe dem Messehandel. Die Anlage […]

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Der Kleinbosische Garten in Leipzig auf einem kolorierten Kupferstich von 1705

Kleinbosischer Garten

Kleinbosischer Garten Der Kleinbosische Garten (später Lehmanns Garten) war einer der berühmten Barockgärten im historischen Leipzig. Lage und Gestalt Der Kleinbosische Garten (auch: Kleinbosescher Garten) befand sich westlich der befestigten Stadt im Auegebiet von Pleiße und Weißer Elster, das durch Gräben entwässert wurde. Er begann am Westufer des Pleißemühlgrabens und erstreckte sich nach Westen. Ebenfalls auf dem Westufer des Mühlgrabens lag die Barfußmühle und wurde vom Garten und dem Mühlgraben umschlossen. Die restlichen drei Seiten des Gartens wurden vom Diebesgraben umflossen. Im Norden grenzte der Kleinbosische Garten über den Diebesgraben […]

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Altes Johannishospital, historische Postkarte

Johannishospital Leipzig

Johannishospital Leipzig Das Johannishospital war eine vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert bestehende soziale Einrichtung in der südöstlichen Vorstadt von Leipzig. Sie war nacheinander in zwei Gebäudekomplexen beheimatet, dem Alten und dem Neuen Johannishospital, die beide an der Hospitalstraße lagen, wie der Teil der heutigen Prager Straße zwischen Johannis- und Ostplatz bis 1950 hieß. Altes Johannishospital Lage Das Alte Johannishospital befand sich am Beginn der Hospitalstraße auf der nördlichen Seite, also von der Stadt aus gesehen hinter der Johanniskirche und gegenüber der Einmündung der Talstraße. Nördlich und östlich war es […]

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Ein Teil der Südfront des Johanneums um 1900

Das ehemalige Johanneum in Leipzig

Das ehemalige Johanneum in Leipzig Das Johanneum der Universität Leipzig war einer der vier großen Gebäudeteile, die bei der Umgestaltung des Paulinerareals durch Arwed Roßbach zum Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Der Name bezog sich auf König Johann von Sachsen. Das von 1892 bis 1895 im Stil der Neorenaissance errichtete dreistöckige Gebäude verband in Ost-West-Richtung jeweils an ihren südlichen Enden das Augusteum am Augustusplatz mit dem zentral gelegenen Albertinum und reichte bis zum Beguinenhaus an der Universitätsstraße. Es wurde auf Teilen der Areale des alten Senatsgebäudes und des Konvikts erbaut, […]

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Das Hauptgebäude des Städtischen Krankenhauses St. Jakob in Leipzig

Jacobshospital

Jacobshospital Das Jacobshospital war ein Krankenhaus in Leipzig, aus dem über das Krankenhaus St. Jakob das Universitätsklinikum Leipzig hervorging. Das Jacobshospital Bereits im 14. Jahrhundert bestand in der Nähe des Peterstors ein Pestilenzhaus (Lazarett) zur Isolation der von der Seuche Betroffenen. Zu Beginn der 1550er Jahre errichtete man zu diesem Zweck einen Neubau vor dem Grimmaischen Tore, also außerhalb der Stadtmauern. Doch schon etwa zehn Jahre später, 1566, erfolgte ein weiterer Neubau unter der Leitung von Paul Widemann, diesmal nordwestlich der Stadt zwischen dem Elstermühlgraben und dem Rosental (siehe Plan). […]

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Das von Carl Heine 1846-1848 errichtete Wohnhaus - genannt Das Hufeisen - auf dem Gelände des ehemaligen Rudolphschen Gartens an der Promenade An der Pleiße in Leipzig um 1890 (ab 1898 Rathausring, seit 1933 Martin-Luther-Ring. Links Teil der alten katholischen Trinitatiskirche.

Das Hufeisen in Leipzig

Das Hufeisen in Leipzig Das Hufeisen war ein wegen seiner Form allgemein so genanntes Wohngebäude in Leipzig, das Mitte des 19. Jahrhunderts vom Gutsherrn und Industriepionier Carl Heine in Auftrag gegeben wurde und nahezu einhundert Jahre in der Westvorstadt bestand. Carl Heine hatte 1844 im Zuge seiner Pläne zur Gestaltung der Leipziger Westvorstadt Rudolphs Garten erworben. 1846 begann er hier mit der Errichtung einer großzügigen Wohnanlage, die 1848 vollendet wurde. Es war ein vierstöckiger Bau mit zwei leicht abgeknickten Schenkeln, die an einen um einen Stock höheren Zentralbau anschlossen. So […]

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Das Hotel Hauffe in Leipzig vom Promenadenring gesehen

Das ehemalige Hotel Hauffe in Leipzig

Das ehemalige Hotel Hauffe in Leipzig Das Hotel Hauffe war im 19./20. Jahrhundert über 70 Jahre eines der führenden Hotels in Leipzig. Beim Bombenangriff auf Leipzig am 4. Dezember 1943 wurde das Gebäude zerstört. Das Hotel war das Eckhaus der Roßstraße zum Roßplatz, seine Adresse lautete Roßstraße 15. Heute entspricht die Stelle etwa dem Durchgang durch die Ringbebauung zur Auguste-Schmidt-Straße, der ehemaligen Roßstraße. Es lag damit günstig zur Innenstadt, aber auch zu den Parkanlagen des Promenadenrings. Das Haus hatte vier Stockwerke mit 19 Fensterachsen zur Roßstraße und mit fünf zum […]

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Ansichtskarte vom ehemaligen Hotel de Saxe in Leipzig

Hôtel de Saxe

Das Hôtel de Saxe in Leipzig Das Hôtel de Saxe war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert ein Hotel in der Leipziger Innenstadt. Im Jahre 1711 (oder 1717) wurde auf dem jetzigen Grundstück Klostergasse 9 für die Leipziger Handelsfamilie Schellhafer für den Handelsherrn Nicolaus Zehe) ein barockes Stadthaus errichtet. Das ehemals dem Augustiner-Chorherrenstift gehörende Grundstück war schon vor dessen Säkularisation in Privatbesitz, gehörte z. B. 1529 dem Bürgermeister Wolf Wiedemann und war schon bebaut. Das Barockhaus wird sowohl bei David Schatz als auch bei Christian Döring als dessen Werk angegeben. […]

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Breunigkes Hof in Leipzig (Vorgängerbau von Hohmanns Hof)

Hohmanns Hof

Hohmanns Hof in Leipzig Hohmanns Hof war ein Durchgangshof in Leipzig zwischen der Petersstraße und dem Neumarkt. An den Straßenseiten wies er repräsentative Barockbauten auf. Er wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Das Grundstück von Hohmanns Hof erstreckte sich als etwa 100 Meter langer und etwa 40 bis 50 Meter breiter Streifen zwischen den zugehörigen Straßenfronthäusern Petersstraße 15 und Neumarkt 16. Das repräsentativste Gebäude war jenes an der Petersstraße. Das vierstöckige Haus hatte über seinem Portal einen Erker über drei Etagen, zu dessen Seiten sich je fünf Fensterachsen befanden. Im Mansarddach […]

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