Das Haus Hohe Lilie in Leipzig, Neumarkt Ecke Preußergäßchen. Geburtshaus von Clara Schumann

Wohn- und Geschäftshaus Hohe Lilie

Wohn- und Geschäftshaus Hohe Lilie Hohe Lilie war der Name eines bis 1943 bestehenden Wohn- und Geschäftshauses in der Leipziger Innenstadt. Es war das Geburtshaus der Pianistin und Komponistin Clara Schumann. Die Hohe Lilie war das Eckhaus vom Neumarkt (bis 1839 Neuer Neumarkt) zum Preußergäßchen und hatte die Hausnummer Neumarkt 28. Es war ein verhältnismäßig schmuckloses fünfgeschossiges Gebäude. Zum Neumarkt besaß es neun Fensterachsen, zum Preußergäßchen sechs. Im Erdgeschoss waren Ladengeschäfte untergebracht, in den Obergeschossen befanden sich Wohnungen. Ein Torbogendurchgang führte zum Hof, in dem sich am Flügel zum Preußergäßchen […]

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Der Gasthof Zum Sächsischen Haus in Connewitz vor dem Umbau 1868

Leipzig – Haus Connewitz

Das Haus Connewitz, früher Zum Sächsischen Haus, war eine über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Gaststätte in Leipzig-Connewitz. Die Geschichte des Hauses ist länger als die der Gaststätte. 1543 wurde das erste Haus auf dem Gelände am nordwestlichen Ende der Connewitzer Dorfstraße (heute Prinz-Eugen-Straße) als Drescherhaus, also als Wohnung für landwirtschaftliche Hilfsarbeiter, erbaut. 1555 wurde dem Besitzer vom Rat erlaubt, „daß er Bier schanken – aber keine Gäste setzen darf“. An der Straße nach Zeitz gelegen, entwickelte sich das Haus aber dennoch bald zu einer beliebten Ausspanne. 1804/1805 wurde […]

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Die Grüne Schenke in Leipzig vor ihrem Abriss 1891

Die Grüne Schänke in Leipzig

Die Grüne Schänke in Leipzig Die Grüne Schänke befand sich an der Nordseite der Breiten Straße zwischen den Abzweigungen der Wurzner Straße und der Bernhardstraße. Damit gehörte sie zum Bereich des ehemaligen Dorfes Anger. Bereits für das Jahr 1699 wird erwähnt, dass Leipziger Bürger in der Grünen Schenke (hier noch mit „e“) Hochzeit feiern. Anlässlich eines Verkaufs der Grünen Schenke 1821 wird der Umfang des Anwesens beschrieben: Zu dem Gut mit 19 1/4 Ackern Land, Ställen und Scheunen sowie zwei verpachteten Kohlgärten (Anger war eines der sogenannten Kohlgartendörfer) gehörten der […]

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Alte Synagoge in Leipzig, Gottschedstraße 3, erbaut 1854/55 von Otto Simonson, von den Nationalsozialisten zerstört im Jahre 1938, Bild aus dem Jahr 1850

Große Gemeindesynagoge in Leipzig

Große Gemeindesynagoge in Leipzig Die Große Gemeindesynagoge (auch „der Tempel“ oder später Alte Synagoge genannt) in Leipzig war die älteste und bedeutendste Synagoge der Stadt. Sie wurde 1854–1855 nach Plänen des Semper-Schülers Otto Simonson erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte am 9. September 1854. Am 10. September 1855 wurde die neue Synagoge durch den Rabbiner Adolf Jellinek ihrer Bestimmung übergeben. Während der Novemberpogrome wurde das Gotteshaus in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört. Vom 11. November 1938 bis zum 12. Februar 1939 erfolgte der Abriss […]

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Konzert im Großbosischen Garten in Leipzig

Großbosischer Garten

Großbosischer Garten Der Großbosische Garten (auch: Großbosescher Garten) war der älteste der berühmten Barockgärten der Stadt Leipzig. Die Leipziger Stadtmauer verlor im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts zunehmend ihre militärische Bedeutung. Deshalb gaben – nach Genehmigung durch den sächsischen Kurfürsten – die Ratsherren der Stadt das Gelände vor der Stadtbefestigung zur Bebauung frei. Caspar Bose (1645–1700), dessen Familie dem Patriziat angehörte und eine gut florierende „Gold- und Silberhandlung-Compagnie“ führte, vergrößerte schrittweise zwischen 1680 und 1685 ein der Familie gehörendes Gartengelände in der Ostvorstadt, das den heutigen Roßplatz, die heutige Tal-, […]

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Die Conditorei Pavillon in den Parkanlagen des Promenadenrings in Leipzig

Conditorei Pavillon in Leipzig

Conditorei Pavillon in Leipzig Die Conditorei Pavillon war über sechzehn Jahre ein beliebtes Kaffeehaus und eine Tanzgaststätte in den Promenadenanlagen in Leipzig. In Leipzig fand im Jahre 1927 die Internationale Buchkunst-Ausstellung statt. Als zusätzliche Attraktion und zur Versorgung der Besucher wurde in den Anlagen des Promenadenrings hinter dem Bildermuseum am Augustusplatz nahe der Moritzbastei ein Gaststättenpavillon in Leichtbauweise errichtet. Der Entwurf stammte von Karl Bertsch. Die freitragende Holzkonstruktion der Außenhaut wurde Anfang Mai in vier Tagen aufgestellt. Die Ausstellung begann im Juni. Der Pavillon besaß als besonderen Höhepunkt in seiner […]

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Die Central-Halle in Leipzig am Pleißemühlgraben. Im Hintergrund die Neukirche (später Matthäikirche)

Die Central-Halle in Leipzig

Die Central-Halle in Leipzig Die Central-Halle war ein Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude in Leipzig, das von 1849 bis 1898 bestand. Lage Die Central-Halle befand sich an der nördlichen Seite der Einmündung der Centralhallenstraße (dieser Teil der Straße gehört heute zur Gottschedstraße) in die Promenade An der Pleiße (heute Dittrichring). Sie stand direkt an dem an dieser Stelle damals noch offenen Pleißemühlgraben schräg gegenüber der Thomaskirche. Heute befindet sich hier in einem zur DDR-Zeit für ein Rechenzentrum errichteten Gebäude der Tanz-Club Twenty One. Geschichte Bereits 1832 hatte der Leipziger Kammfabrikant und Stadtrat […]

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Das Café Merkur in Leipzig, Dittrichring 5. Links ein Gebäude in Lurgensteins Garten

Das Café Merkur in Leipzig

Das Café Merkur in Leipzig Das Café Merkur in Leipzig war ein Lesecafé nach Art des Wiener Kaffeehauses am westlichen Rand der Innenstadt (Dittrichring 5). 1877 wurde in der Straße An der Pleiße (heute Dittrichring) gegenüber der Thomaskirche und neben dem Zugang zur Wohnanlage Lurgensteins Garten das Café Carola eröffnet, das nach fünf Jahren seinen Namen in Merkur änderte. Der Besitzer hieß Richard Keil. Eine Auslage von über 300 Zeitungen und Zeitschriften sowie nahezu 300 Adressbücher standen zur Verfügung. Das Café war ein beliebter Aufenthaltsort Leipziger Künstler. Zu den Gästen […]

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Das Bonorand im Leipziger Rosental um 1850

Das Café Bonorand in Leipzig

Das Café Bonorand in Leipzig Das Café Bonorand war eine im Leipziger Rosental als Café, Konditorei und Konzerthaus genutzte Einrichtung. Nachdem 1777 vom Leipziger Rosentaltor aus entlang der Pleiße durch das Rosental ein Spazierweg nach Gohlis angelegt worden war, eröffnete 1782 ein Leipziger Konditor an diesem einen Verkaufsstand, vornehmlich für Eis. Auf alten Karten wird diese Einrichtung als Eisbude ausgewiesen, im Volksmund auch „Zur kalten Madame“ genannt. An dieser Stelle ließ im Jahr 1841 der Schweizer Zuckerbäcker Otto Bonorand (1821–1885) ein Café erbauen, obwohl unweit davon das 1824 errichtete Schweizerhäuschen […]

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Das Gesellschaftshaus Harmonie (1887–1943) zwischen Café Bauer und dem Panorama am Roßplatz in Leipzig (heute nordöstlicher Teil der Freifläche Wilhelm-Leuschner-Platz)

Das Café Bauer in Leipzig

Das Café Bauer in Leipzig Das Café Bauer war ein von 1890 bis 1922 betriebenes Kaffeehaus in Leipzig und eines der vornehmsten dieser Zeit. Lage Das Café Bauer befand sich südöstlich der Leipziger Innenstadt am Roßplatz Nr. 6 westlich der Einmündung der Kurprinzstraße (heute Grünewaldstraße) in den Roßplatz. Es war flankiert links vom Hotel de Prusse und rechts vom Gesellschaftshaus der Gesellschaft Harmonie. Seit der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist das Gelände unbebaut. Geschichte Das Gebäude des Café Bauer, ein viergeschossiger Wohn- und Geschäftshauskomplex, wurde 1889/90 nach Plänen des Berliner […]

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Naschmarkt, Burgkeller

Burgkeller Leipzig

Burgkeller Der Burgkeller ist das älteste nachweisbare städtische Wirtshaus in Leipzig und hatte über mehrere Jahrhunderte hinweg das alleinige Privileg, in der Stadt auswärtige Biere auszuschenken und zu verkaufen. Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung eines Burgkellers – für Bürgerkeller stehend – in Leipzig stammt aus dem Jahr 1419. Über den genauen Standort wird hier keine Auskunft gegeben, nur der Hinweis, dass sich die Keller des Schankhauses am Markt zu finden waren. 1459 wurde durch ein Privileg von Kurfürst Friedrich II. dem Burgkeller der Stadt die alleinige Erlaubnis erteilt, auswärtige Biere […]

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Die Buchhändlerbörse in Leipzig um 1890

Buchhändlerbörse Leipzig

Buchhändlerbörse Leipzig Die Buchhändlerbörse in Leipzig war von 1836 bis 1888 Sitz des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler. Das zweigeschossige Gebäude stand am Nikolaikirchhof in der Ritterstraße 12 auf einem Grundstück, das der Börsenverein von der Universität erworben hatte. Architekt des spätklassizistischen Baus war Albert Geutebrück. Geschichte 1825 war in Leipzig der Börsenverein der Deutschen Buchhändler gegründet worden, dessen Aufgabe es unter anderem sein sollte, „zuvörderst auf zweckmäßige Einrichtung des Börsen-Locales zu sehen“, da kein eigener Raum vorhanden und der bis dahin genutzte zu klein geworden war. Seit 1792 waren jeweils […]

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Das Brandvorwerk in Leipzig um 1860

Brandvorwerk

Brandvorwerk Das Brandvorwerk war ein Gutsweiler, anderthalb Kilometer südlich des alten Leipzig gelegen. Im 18. und 19. Jahrhundert war es über Leipzig hinaus bekannt wegen seiner beliebten Ausflugslokale. An den Ort erinnern heute noch die Brandvorwerkstraße und die Brandstraße in Leipzig. Geschichte Im Mittelalter existierte südlich von Leipzig das Dorf Lusitz, dessen Mühle 1241 vom Landesherrn den Nonnen des Zisterzienserinnenklosters St. Georg in Leipzig übertragen wurde. 1248 erhielten jene weitere 16 Hufen Land und damit wohl die gesamte Gemarkung des Ortes, wo sie seitdem die Grundherrschaft ausübten. Ende des 14. […]

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Das Bornerianum mit dem Leibnizdenkmal im Hof der Universität Leipzig (um 1900)

Das Bornerianum in Leipzig

Bornerianum Das Bornerianum war ein Gebäude der Universität Leipzig, das 1871 errichtet und 1943 zerstört wurde. In den 1860er-Jahren herrschte an der Universität Leipzig ein Mangel an größeren Hörsälen. Deshalb wurde beschlossen, die noch aus dem Mittelalter stammenden und an die Universitätskirche anschließenden Häuser des ehemaligen Paulinerklosters abzureißen. An ihrer Stelle, also im Innenhof des Universitätsgeländes, wurde ab 1870 ein Neubau errichtet. Es entstand ein dreistöckiges Gebäude mit einer einfachen, elf Fensterachsen umfassenden Fassade zum Hof. Nach Westen hatte es Anschluss an das Hardtsche Haus (Teil des Fürstenhauses), während gegen […]

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Blechbüchse (Leipzig)

Blechbüchse (Leipzig) Blechbüchse ist die volkstümliche Bezeichnung des ehemaligen Konsument-Warenhauses am Brühl in der Richard-Wagner-Straße 20 in Leipzig. Geschichte Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Die gebürtigen Schweizer Paul Messow und Victor Waldschmidt eröffneten im Dezember 1877 in Dresden den Schweizer Bazar Messow & Waldschmidt. Seit März 1890 firmierte das expandierende Warenhausunternehmen nur noch unter Messow & Waldschmidt und eröffnete Filialen in Pirna, Zittau, Breslau und in der Leipziger Katharinenstraße. Im Jahr 1907 erwarb der Leipziger Architekt Emil Franz Hänsel ein Gebäude samt Grundstück am Brühl Nr. 1, das bis […]

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